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Boehn-Kaserne (HH-Rahlstedt)

Ehemalige und aktive Kasernen
Boehn-Kaserne
Standort Hamburg-Rahlstedt


Die Boehn-Kaserne war eine Kasernenanlage in Hamburg-Rahlstedt, die von 1938 bis 1993 militärisch genutzt wurde.
Das Gelände wurde nach 1993 mit Wohnhäusern bebaut.  


Ehemals stationierte Truppenteile:
  • Panzergrenadierbrigade 17 (1959–1993)
  • Feldartilleriebataillon 177 (1959–1967)
  • Panzerartilleriebataillon 177 (1967–1993)
  • Panzergrenadierbataillon 3 (1956–1959)
  • Panzergrenadierbataillon 73 (1962–1971)
  • Panzergrenadierbataillon 173 (1959–1992)
  • Sanitätszentrum 102
  • Sanitätsbereich 10/1 (1985–1986)
  • Arztgruppe Betriebsmedizin 102
  • Zahnarztgruppe 102/1 (1985–1986)
  • Fahrschulgruppe Hamburg 5 (1986–1994)
  • Kampfgruppe A 3 (1956–1959)
  • Standortfernmeldeanlage 117/113
  • Fernmeldedienstgruppe 117/11
  • Fernmelderevisionsdiensttrupp 117/112 (1979–1995)
  • Evangelischer Standortpfarrer Hamburg V (1985–1986)

Wappen mit artilleristischem Bezug:

              
   PzArtBtl 177

Geschichte dieses Verbandes:
Wappenerklärung: Das Wappen des Panzerartilleriebataillons 177 ist in drei Teile  gegliedert. Im oberen linken Teil finden sich ein Nesselblatt und darin  zwei Löwen auf goldenem Grund. Die beiden blauen Löwen auf goldenem  Grund, wurden dem Wappen Dänemarks entnommen. Im Jahre 1386 erhielten  die Grafen von Schaumburg Schleswig von der dänischen Krone als Lehen.  Dieser Zusammenschluss blieb bestehen. Er findet Ausdruck in der  Ver-schmelzung beider Wappen zum Landeswappen von Schleswig-Holstein.  Hiermit soll der Bezug zur 6. Panzer-grenadierdivision hergestellt  werden, die in Neumünster stationiert war.
Im rechten oberen Abschnitt befindet sich die Hammaburg auf rotem  Grund. Hier findet die Verbundenheit des einzigen Artilleriebataillons  Hamburgs Verwendung. Der rote Grund in beiden oberen Abschnitten  symboli-siert einmal die Litzenfarbe der Truppengattung und zum Zweiten  die Angehörigkeit zur 2. Brigade der 6. PzGrenDiv.
Den Abschluss bilden unten im Wappen die beiden gekreuzten Rohre der Artillerie auf gelbem Grund.
Das Panzerartilleriebataillon 177 wurde am 01.Juli 1959 in  Hamburg-Rahlstedt als das Feldartilleriebataillon 177 mit drei Batterien  aufgestellt. Vor Aufgaben besonderer Art sahen sich die Soldaten des Bataillons bei der Sturmflutkatastrophe im Februar 1962 gestellt. Neben vielen Helfern  und Rettern eilten auch die Ham-burger Artilleristen ihrer Garnisonsstadt  zu Hilfe. Im Jahr 1967 erfolgte die Umrüstung auf die Panzer-haubitze M 109 G und die Umbenennung zum Panzerartilleriebataillon 177. Das Jahr 1975 bescherte dem Bataillon mit dem Truppenübungsplatzaufenthalt in SHILO in Kanada einen besonderen Höhepunkt. Am 01. Oktober 1980 gliederte das Bataillon in die neue Heeresstruktur  um. Die 4.Batterie wurde als Geräteeinheit und die 5. als  Panzerartillerieausbildungsbatterie aufgestellt.
1983 blickt das Bataillon auf seine 25jährige Geschichte mit Stolz und  in Dankbarkeit zurück. Neben vielen guten Erfolgen gab es auch bittere  Stunden und tragische Unglücksfälle auf die wir hier, aus verständlichen Gründen, nicht eingehen werden. Im Jahre 1984 bekam das Bataillon das Fahnenband der Freien und Hanse-stadt Hamburg durch den Präsidenten des Senats verliehen. Bedingt durch die Wiedervereinigung Deutschlands wurde das Bataillon am  12.3.1993 aufgelöst. Das Material des Verbandes floss in großen Teilen  nach Kelling-husen ins umbenannte Panzerartilleriebataillon 515.


Geschichte der Boehn-Kaserne:
Die Kaserne wurde von 1936 bis 1938 errichtet und nach General Max von Boehn benannt. Zunächst waren hier Einheiten des Infanterieregiments 76 stationiert, nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs das zugehörige Grenadierersatz- und Ausbildungsbataillon (mot) 76. Im  weiteren Verlauf des Krieges nutzte man auch Teile des Geländes als  Krankenhaus für die Hamburger Zivilbevölkerung. Während des Krieges kam es nur zu einem Bombentreffer auf ein Unterkunftsgebäude.
Nach 1945 nutzte die britische Armee das Gelände. Nach der Wiederbewaffnung wurde die Kaserne am 9. August 1956 an die neu gegründete Bundeswehr übergeben. Die Unterkünfte lagen im nördlichen Teil des Geländes an der Timmendorfer Straße,  dort gab es zwei Tore, die Hauptwache lag an der westlichen Seite. Fahrzeughallen und technischer Bereich lagen im südlichen Teil an der Scharbeutzer Straße, dort gab es ebenfalls ein Tor. Im östlichen Teil wurden später ein Sanitätsbereich, eine unterirdische Bunkeranlage sowie Sport- und Übungsanlagen errichtet. Im Zentrum der Anlage befand sich ein hauptsächlich für Appelle und Formaldienst genutzter Platz.
Nachdem die letzten Bundeswehreinheiten die Kaserne verlassen  hatten, wurden verschiedene Ideen zur Nachnutzung, unter anderem durch  die Hamburger Polizei diskutiert. Seit dem 30. September 1993 ist die Kaserne geschlossen.

So sah die ehemaliege Einfahrt zur Boehn-Kaserne im Jahre 2018 aus!
Das Bild wurde uns von einem unserer Mitglieder, der in der Kaserne gedient hatte, freundlicherweise zur Verfügung gestellrt.

Für das Gelände eröffnete sich die Gelegenheit in einem Gebiet mit guter  Infrastruktur ein neues Wohngebiet zu errichten. Die Stadt Hamburg vereinbarte mit der von Kreditinstituten und Baugenossenschaften gegründeten Entwicklungsgesellschaft, dass mindestens 80 % des Wohnungsbaus für öffentlich geförderte Wohnungen vorzusehen sind. Die Bauarbeiten begannen 1996 und waren bis 2000  weitgehend abgeschlossen, es entstanden 1.727 Wohnungen und 160 Reihenhäuser. Die meisten alten Kasernengebäude wurden abgerissen, nur im west-lichen  Bereich  wurden 3 Blocks zu Wohnungen umgebaut. Dabei blieben noch Arkadenbögen im Bereich des alten Haupteingangs erhalten. Einer der  Blocks zeigt noch das typische Aussehen einer Kasernenunterkunft. Die Lage der ehemaligen Kasernenanlagen erkennt man heute hauptsächlich am Verlauf der Straßen und an der Anordnung der Häuser. Der zentrale Platz mit seinem Baumbestand ist als Freifläche integriert, an der Scharbeutzer Straße entstand eine Ladenzeile.


Das Geschoß steht im Traditionsraum der 177er im BWK HAMBURG.


Lkw Magirus Deuz von Stube 80 der 3./177

Und hier eine Besonderheit aus "alter" Zeit:

Getränke Karte BWK HAMBURG






Stadtwappen Hamburg-Rahlstedt





Geografische Lage in Hamburg








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