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Spilburg-Kaserne (Wetzlar)

Ehemalige und aktive Kasernen
Spilburg-Kaserne
Standort Wetzlar



Die Spilburg-Kaserne ist ein Baudenkmal im Süden der Kernstadt von Wetzlar. Zusammen mit der Sixt-von-Armin-Kaserne im Westen der Wetzlarer Kernstadt waren in der Spitze über 4.500 Soldaten und 800 zivile Mitarbeiter in der Stadt tätig, so dass Wetzlar als größte Garnisonsstadt Hessens fungierte.

Architektur und Baugeschichte
 
Das Gebäudeensemble um den großen Exerzierhof entstand nach einem Entwurf von Hermann Georg Müller, Sohn des Wetzlarer Bauunternehmers Johann Georg Müller, der am 19. März 1911 der Unteroffizierschule in Biebrich vorgelegt und akzeptiert wurde. Die im Heimatstil gehaltenen Bauten entstanden ab dem Frühjahr 1913, beginnend mit den L-förmigen Mannschaftsgebäuden. Größtenteils fertiggestellt wurde das Bauensemble der Unteroffizier-schule am 1. April 1914 als neuer Standort übergeben. Noch im Jahre 1914 wurden Wirtschaftsgebäude ergänzt, ehe die Bautätigkeiten durch den Ersten Weltkrieg zum Erliegen kamen. Erst mit der erneuten militärischen Nutzung in der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Kasernengelände stark ausgedehnt und vervollständigt.

Namen

 1914–1920  Spilburg-Kaserne
  1934–1945  Spilburg-Kaserne
 1945–1950  Gaffey Barracks
  1951–1955   -
  1957–1994 Spilburg-Kaserne

Ehemals stationierte Truppenteile
  • Unteroffiziersschule
  • III./Infanterieregiment 36
  • Unteroffiziersschule IX
  • Heeresunteroffiziersschule
  • Schule 8 für Fahnenjunker
  • Kampfgruppe B5
  • Panzerjägerbataillon 5
  • Panzergrenadierbrigade 13
  • III./Artillerieregiment 5 *1)
  • Feldartilleriebataillon 135
  • Panzergrenadierbataillon 131
  • Panzergrenadierbataillon 132
  • Panzerartilleriebataillon 135 * 2)
  • Panzerjägerkompanie 130
  • Versorgungsbataillon 5
  • Nachschubbataillon 5
  • Panzergrenadierbataillon 131 (gemischt)
  • Artilleriespezialzug 5/I * 3)
  • Reservelazarettgruppe 7402
  • Standortkommandantur Wetzlar
  • Verteidigungskreiskommando 434 (GerEinh)
  • Verbindungskommando Luftwaffe zu Brigadekommando Panzergrenadierbrigade 13
  • Versorgungsbataillon 136
  • 4./mittleres Instandsetzungsbataillon 450 (GerEinh)
  • mittlere Feldzeuginstandsetzungskompanie 539
  • mittlere Instandsetzungskompanie 5
  • Panzerjägerkompanie 4
  • Panzerspähzug 130
  • Krankentransportbataillon 330 (ta)
  • Krankentransportzüge (Schiene) 3001 bis 3005
  • 4./Instandsetzungsbataillon 450 (GerEinh)
  • 4./Instandsetzungsbataillon 5
  • Wallmeistertrupp 471/1
  • Wallmeistertrupp 471/2
  • Zahnarztgruppe 418/1
  • Zahnstation (Terr) H 408 Wetzlar 1
  • Zahnstation H 013
  • Materialausstattung Sanitätsbereich 47/6


* 1) Artillerielehrregiment 5
Gegründet wurde der Verband im Ursprung 1956. Das III. Bataillon wurde im August 1956 auf dem Truppen-übungsplatz Grafenwöhr aufgestellt und verfügte über drei schießenden Batterien, ausgestattet mit dem US-Waffensystem Panzerhaubitze M44.

Das I. Bataillon wurde auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels gegründet und mit dem US-Waffensystem Panzer-haubitze M 7 B 2 ausgestattet.

Es konnte im Februar/März 1957 mit seiner Stabsbatterie und dem Regimentsstab in den neuen Standort Deines-Bruchmüller-Kaserne in Niederlahnstein verlegen. Das III. Bataillon hingegen verlegte im Mai darauf seinen Standort in die Spilburg-Kaserne in Wetzlar. 1959 gingen im Rahmen der Neustrukturierung der Artillerie aus dem I. Bataillon das Panzerartilleriebataillon 145 (PzArtBtl 145) und das Panzerartilleriebataillon 155 (PzArtBtl 155) hervor und aus dem III. Bataillon das Feldartilleriebataillon 135 (FArtBtl 135).
Das Regiment selbst erhielt am 1. April 1957 die Bezeichnung Panzerartillerieregiment 5 (PzArtRgt 5).

1960 verlegte der Regimentsstab des PzArtRegt 5 nach Diez an der Lahn, wo das Regiment über zehn Jahre auf Schloss Oranienstein seinen Führungssitz hatte. Bis 1981 hieß der Verband dann Artillerieregiment 5.

* 2) Panzerartilleriebataillon 135
Das Panzerartilleriebataillon 135 wurde in 1959 in Wetzlar - Spilburg-Kaserne aufgestellt und zum 31. März 1993 außer Dienst gestellt.

* 3) 1974 wurde in der Spilburg-Kaserne der zweite Artilleriespezialzug der 5. Panzerdivision aufgestellt, nachdem bereits seit den 1960er Jahren ein Spezialzug in Idar-Oberstein in der Klotzberg-Kaserne gebildet worden war. Die in Wetzlar stationierte Einheit erhielt die Bezeichnung Artilleriespezialzug 5/I. Sie war in der Lage, nukleare Sondermunition zu verschießen. Zugeordnet war der Artilleriespezialzug 5/I dem Panzerartilleriebataillon 135 und war ausgerüstet mit der Panzerhaubitze M110 203mm. Sein Dienst endete am 16. Juni 1992.

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Das Kasernengelände erlebte danach eine Konversion mit dem Schwerpunkt als Hochschulstandort – das Duale Studienangebot StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhessen ist hier untergebracht –, Gewerbegebiet sowie der Wohnnutzung. Bis zu seiner Auflösung 2012 blieb das Kreiswehrersatzamt auf dem Gelände.


Stadtwappen Wetzlar










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