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Wiedereinsteller bei der Bundeswehr - So geht es

Bundeswehr für Sie erklärt




Wiedereinsteller bei der Bundeswehr werden - so geht's!

Wer  nach der Bundeswehr wieder im Zivilleben ist, sehnt sich oftmals nach  seiner Militärzeit zurück. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man  sich als Wiedereinsteller bewerben.

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Warum man sich als Wiedereinsteller bewirbt
  • Immer mehr Zeitsoldaten kommen nach ihrer aktiven Zeit in der  Bundeswehr mit dem Zivilleben nicht mehr zurecht und bereuen ihren  Schritt, die Bundeswehr verlassen zu haben.
  • Da die Wehrpflicht nun abgeschafft wurde und die Bundeswehr dringend  nach Personal sucht, stehen die Chancen natürlich besonders gut, als  Wiedereinsteller bei der Bundeswehr mit seinem alten Dienstgrad  eingestuft zu werden.
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  • Das Mindestalter wurde von dreißig auf zweiunddreißig Jahre hinaufgesetzt.
  • Aber es gilt, einige wichtige Kriterien zu erfüllen und gewisse Schritte einzuleiten.

Kriterien und Schritte für eine Rückkehr zur Bundeswehr
 
  • Machen Sie zunächst einen Termin mit einem Berater bei Ihrem  zuständigen Kreiswehrersatzamt. Dieser wird Ihnen vorab erläutern, wie  die Chancen für Sie persönlich als Wiedereinsteiger sind.
  • Fällt dieses Gespräch positiv aus, können Sie sich bei Ihrem  Kreiswehrersatzamt offiziell als Wiedereinsteller in den aktiven Dienst  der Bundeswehr bewerben. Wichtig sind hier ein lückenloser Lebenslauf und die üblichen Zeugnisse, welche Ihre Qualifikationen aufzeigen.
  • Erhält Ihre Bewerbung  eine positive Resonanz, werden Sie nach etwa 3 Monaten zu einer  erneuten Musterung eingeladen. Hier wird geprüft, ob Ihre körperliche  Eignung im Zivilleben gelitten hat.
  • Neben dieser Musterung müssen Sie sich zudem einem psychologischen  Test unterziehen, denn man möchte herausfinden, was Ihre Motivation ist,  um zur Bundeswehr zurückzukehren. Auch wird nach gewissen  Stresssyndromen gesucht, unter denen viele Menschen im Zivilleben  leiden. Dieser psychologische Test hat es durchaus in sich und wird  Ihnen einiges abverlangen. Bereiten Sie sich deshalb gut darauf vor,  denn schon einige potentielle Wiedereinsteiger sind daran gescheitert.  Auch wird Ihre Personalakte zur Hand genommen und nach Eintragungen  durchsucht, die Sie in Ihrer früheren Dienstzeit hatten.

Wiedereinstieg bei der Bundeswehr - das ist zu beachten
Wer  den Wiedereinstieg bei der Bundeswehr plant, steht häufig vor dem  Problem, nicht zu wissen, wie er vorgehen soll. Was Sie beachten  sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Wiedereinstieg bedacht planen
  • Der Wiedereinstieg bei der Bundeswehr sollte gut durchdacht sein.  Wer aus Langeweile, Hoffnungslosigkeit oder einfach der Unlust, weiter  in seinem Job zu arbeiten, sich als Wiedereinsteller bei der Bundeswehr  bewirbt, wird bei dem obligatorischen Gespräch mit dem Psychologen  durchfallen.
  • Denken Sie deshalb ganz genau über die Gründe nach, weshalb Sie  wieder bei der Bundeswehr anfangen möchten. Sollten Sie aus Leidenschaft  wieder bei der Bundeswehr anfangen wollen, lassen Sie diese auch  durchklingen. Die Bundeswehr prüft ganz genau Ihre Beweggründe und lehnt  Sie ohne Weiteres ab, wenn sie den Eindruck bekommt, nur eine Notlösung  zu sein.
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Bewerbung bei der Bundeswehr als Wiedereinsteller
  • Sie sind sich sicher, dass Sie erneut bei der Bundeswehr arbeiten möchten, und planen die Bewerbung.  Suchen Sie vor der Bewerbung einen Berater bei dem für Sie zuständigen  Kreiswehrersatzamt auf und lassen Sie sich über Ihre Möglichkeiten  beraten.
  • Ihr Berater wird Sie darüber aufklären, ob Sie mit Ihrem Abschluss  eine Chance für eine Laufbahn bei der Bundeswehr haben. Es ist ein  Irrglaube, dass die Bundeswehr trotz Abschaffung der Wehrpflicht jeden  nimmt. Die Bundeswehr prüft nach wie vor gründlich die Qualifikation  ihrer Bewerber.
  • Der Berater wird Ihnen dann die nötigen Formulare mitgeben, die Sie für eine Bewerbung benötigen.
  • Ein Psychologe führt mit Ihnen ein Gespräch über Sie und über Ihre Beweggründe für den erneuten Eintritt in die Bundeswehr.
  • Nach der Eignungsprüfung und der Prüfung Ihrer Unterlagen wird Ihnen  mitgeteilt, ob Sie als Wiedereinsteller infrage kommen und Ihrem  Wiedereinstieg bei der Bundeswehr nichts mehr im Wege steht.

Bundeswehr - Aufnahmekriterien
Gerade  jetzt, in Zeiten, in denen die Bundeswehr zu einer Freiwilligenarmee  umgeformt wird, sind die Aufnahmekriterien noch ein wenig höher gelegt  worden.

Die wichtigsten Bundeswehr-Aufnahmekriterien im Einzelnen
Wer sich entschieden hat, eine Karriere als Zeit- oder Berufssoldat  einzuschlagen, muss sich darauf einstellen, dass die Aufnahmekriterien  wesentlich schärfer geworden sind, da mit Abschaffung der Wehrpflicht  nun eine reine Berufsarmee geformt wird. Da die Bundeswehr aber auch  über Mangel an geeigneten Freiwilligen klagt, sind Ihre Chancen bei  Erfüllung dieser Kriterien nicht allzu schlecht.
  1. Sie sollten ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis haben
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  3. Sie sollten über eine Ausbildung verfügen, damit Sie möglichst  berufsnah in die Verwendung bei der Bundeswehr eingeplant werden können.  In Ausnahmefällen reicht aber auch ein guter Schulabschluss.
  4. Eine gute körperliche Fitness ist Voraussetzung für eine Aufnahme in  die Bundeswehr. Sollten Sie in der Hinsicht Zweifel haben, so sollten  Sie schnellstens mit dem Training beginnen, um sich fit zu machen.
  5. Sie sollten über eine ordentliche Allgemeinbildung sowie über  soziales Verhalten verfügen. Gerade nach den jüngsten Skandalen wird  Ihre Eignung in dieser Hinsicht besonders unter die Lupe genommen.

Die Schritte zum Erfüllen der Aufnahmekriterien
  1. Reichen Sie Ihre Bewerbung  bei Ihrem zuständigen Kreiswehrersatzamt der Bundeswehr ein. Dieses  lädt Sie nach erfolgreicher Prüfung zu einem Aufnahmetest ein, bei dem  die genannten Aufnahmekriterien geprüft werden. Der Test besteht aus  einer amtsärztlichen Untersuchung, der sogenannten Musterung.
  2. Nach der Musterung erfolgt ein schriftlicher Test, in dem Sie Ihre Allgemeinbildung unter Beweis stellen müssen.
  3. Im dritten Schritt erfolgt ein Fitnesstest, der aus einem Zirkeltraining und einem 5000-Meter-Lauf besteht.
  4. Als letzter Schritt ist ein psychologischer Test angesagt, der Ihre Motive und Ihre soziale Kompetenz untersucht.

T2 bei der Bundeswehr - das bedeutet der Tauglichkeitsgrad
Die  Bundeswehr ist seit der Aussetzung der Wehrpflicht zu einem normalen  Arbeitgeber geworden. Was bedeutet es für Sie, wenn Sie auf T2 gemustert  wurden?

Das bedeutet die Musterung bei der Bundeswehr
  • Bis die allgemeine Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland  ausgesetzt wurde, war nach dem Grundgesetz jeder männliche Deutsche  verpflichtet, seinen Grundwehrdienst abzuleisten. Dies galt bis 2011.
  • Um die Tauglichkeit der möglichen Wehrpflichtigen festzustellen,  mussten Sie mit Erreichen des 18. Lebensjahres damit rechnen, dass das  zuständige Kreiswehrersatzamt Sie zur Musterung bestellt.
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  • Hier wurden an Sie durch den Musterungsarzt Tauglichkeitsgrade  vergeben. Diese gingen von eins bis fünf. Eins war sehr gut tauglich für  alle Verwendungen, fünf bedeutete untauglich für den Dienst in der  Bundeswehr.
Dies bedeutet der Musterungsgrad T2
  • T2 bedeutet, das Sie überall eingesetzt werden konnten, außer bei  Spezialkräften, den Fallschirmjägern und bei den Kampfschwimmern der  Marine. Einige Spezialverwendungen blieben Ihnen auch verwehrt.
  • Wer den Tauglichkeitsgrad zwei, also T2, erhält, war in einer Liste  festgehalten, in der alle Krankheiten und körperlichen Einschränkungen  aufgeführt sind. Diese Liste können Sie nicht einsehen und Sie ist sehr  vom Arzt abhängig.

So stellt die Bundeswehr heute ein
  • Nach Aussetzung der Wehrpflicht müssen Sie nicht mehr zur Musterung,  Sie können sich für den Dienst bei der Bundeswehr bewerben. Es stehen  Ihnen verschiedene  Laufbahnen zur Verfügung.
  • Sie werden zu einer Einstellungsuntersuchung eingeladen, bei der der  Arzt festlegt, wofür Sie geeignet sind und wofür nicht. Diese  Einstufung ist ähnlich der ehemaligen Tauglichkeitsgrade. Das Ergebnis  teilt Ihnen Ihr Wehrdienstberater mit.

Wiedereinsteller: Gibt es eine besondere Altersgrenze?
Startest du nicht zum ersten Mal bei der Bundeswehr durch, sondern  möchtest als Wiedereinsteller zurückkehren, muss erfreulicherweise keine  besondere Vorgabe für die Altersgrenze oder ein Höchstalter beachtet  werden. Stattdessen ist es so, dass du auch mit 40 zur Bundeswehr kommen kannst.  Ob alles funktioniert, ist dann allerdings auch davon abhängig, ob  derzeit Bedarf besteht und wie deine Qualifikationen aussehen. Wichtig  zu beachten ist allerdings, dass die Bewerbungen von Bewerbern über 40  an die nächsthöhere Behörde weitergereicht werden, welche dann über eine  mögliche Einstellung entscheidet.

Als Wiedereinsteller startest du genau in dem Rang, den du bei deinem  Abschied innehattest, bzw. den du in deiner Zeit als Reservesoldat  erreicht hast.

Fazit: Altersgrenze muss durchaus beachtet werden
Aufgehoben wurde die Bundeswehr Altersgrenze nicht. Stattdessen ist  es so, dass du ab 17 Jahren grundsätzlich eine Ausbildung starten  kannst, aber natürlich noch andere Vorgaben beachten musst. Möchtest du  als Seiteneinsteiger, Zeitsoldat oder ähnliches einsteigen, musst du die  Vorgaben ebenfalls beachten und entnimmst sie am besten der jeweiligen  Stellenbeschreibung. Solltest du eine Laufbahn als Offizier einplanen,  darfst du hierfür maximal 29 Jahre beim Start der Ausbildung auf dem  Buckel haben. Insgesamt aber ist die Bundeswehr rund um das Thema Alter  enorm fair aufgestellt, da du zum Beispiel auch noch mit 40 oder 50  deine Karriere starten kannst. Vor der Aufnahme solltest du jedoch an  das harte Auswahlverfahren denken, in welchem sich nur die besten  Bewerber durchsetzen können. Ohne eine intensive Vorbereitung wirst du  hier recht chancenlos sein.




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